My personal inspiration: Gela Allmann – German Athlete, Coach & Model

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“Fight – Smile – Love!” – das ist das Lebensmotto von Extremsportlerin, Coach & Model Gela Allmann. F├╝r mich pers├Ânlich ist Gela eine sehr gro├če Inspiration. Sie transportiert so ein positives Lebensgef├╝hl und inspiriert mich mit ihrer unglaublich motivierenden Art immer wieder aufs Neue. Wenn ich nach neuen Bergtouren st├Âbere oder auch, wenn ich mal gerade ein Formtief habe, schaue ich mir ihre Instagram Stories an und alles erscheint so viel leichter und positiver. Es gibt einfach so Menschen, die einen begeistern, andere positiv mitrei├čen – Menschen, zu denen man aufschaut. F├╝r mich pers├Ânlich ist Gela genau so eine Person.

Sport-Idol Gela Allmann: eine wahre Heldin

Gela Allmann (34) wuchs in Markt Indersdorf auf und studierte Sportwissenschaft in M├╝nchen. Sie ist Diplom-Sportwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Sportmanagement und verf├╝gt ├╝ber einen Master in ÔÇ×Sport, Medien und KommunikationÔÇť. Als Profi-Sportlerin im Team Dynafit Germany war sie vor allem als Bergl├Ąuferin sowie Skibergsteigerin aktiv. Zudem arbeitet sie erfolgreich als Model, Moderatorin und Coach.

Bei einem Foto-Shooting f├╝r die Zeitschrift Fit for Fun verungl├╝ckte Gela im April 2014 auf einem Berg in Island schwer. Kurz darauf scheint ihr Leben als Sportlerin und Model zu Ende zu sein. Nach einem qu├Ąlend langen Sturz 800 Meter ├╝ber Felsen und Eis gleicht ihr K├Ârper einem Tr├╝mmerhaufen. Doch sie hat ├╝berlebt und begibt sich mit ├╝berw├Ąltigendem Kampfeswillen auf einen z├Ąhen, schmerzhaften Weg: von der v├Âlligen Bewegungslosigkeit im Krankenbett, kleinen Etappenzielen w├Ąhrend der Reha bis zum ersten Berggipfel nach dem Unfall. Alleine beim Lesen und Schreiben dieser Zeilen bekomme ich schon wieder G├Ąnsehaut.

Doch sie hat es geschafft, nach diesem Schicksalsschlag neu anzufangen und hat sich mit ihrer magischen, positiven Art zur├╝ck ins Leben gek├Ąmpft.

Interview mit Gela Allmann

Da ich selbst gerade wieder intensiver ins Training einsteige und bald als gro├čer Outdoor-Fan in der Schweiz die Trails erkunde, habe ich es einfach mal als Gelegenheit genommen, Gelas Story zu erz├Ąhlen und mir zugegeben auch ein paar Tipps von ihr geholt.

Wie bist Du damals zum Bergsport gekommen?

“Ich gehe schon immer mit meiner Familie in die Berge, habe aber doch 1,5h Fahrt entfernt gewohnt. Mit Anfang/Mitte 20 als ich dann ein eigenes Auto hatte und selbst losfahren konnte, bin ich von M├╝nchen aus oft zusammen mit meinem damaligen Freund los. Irgendwann habe ich mich dann jede freie Minute ins Auto gesetzt und bin zum Berg gefahren, habe immer mehr Freunde mit gleicher Passion kennengelernt und bin selbst immer schneller die Berge hinauf – bald im Laufschritt, weil ich die Kombination aus Laufen und Berg- und Naturerlebnis absolut faszinierend fand.”

Was bedeutet der Bergsport f├╝r Dich?

“Berge bedeuten f├╝r mich immer Freiheit, Naturerlebnis, Kopf frei bekommen, durchschnaufen, Zeit zu Reflektieren, eigene Grenzen austesten, Sport und Bewegung, Spa├č mit Freunden – all das, was ich liebe und mich auch sehr erf├╝llt.”

Was sind Deine drei Lieblingsorte in den Bergen?

“Ach, am liebsten mag ich es direkt vor der Haust├╝re. Ich lebe nun in Fischbachau, quasi zwischen Spitzingsee und Schliersee und liebe alle Berge, die ich gleich mal by fair means besteigen kann. Besonders angetan haben es mir auch die Dolomiten und ich liebe das Zillertal.”

Liebst Du eher den Bergsommer oder den Winter?

“Beides ist gleich gut und es ist wunderbar, dass es beide Jahreszeiten gibt und Sommer wie Winter so geniale Sportarten bereithalten. Wenn es Neuschnee hat und der Schnee glitzert in der Morgensonne, du stampfst durch den frischen Powder, das ist gro├čartig. Aber genauso sch├Ân ist es in luftiger Kleidung und leichtem Equipment im Sommer mit St├Âcken einen Gipfel im Stechschritt zu erklimmen und die langen Sommerabende am Berg zu genie├čen.”

Wie sehr hat der schlimme Unfall damals Dich ver├Ąndert und woher hast Du die Kraft genommen, wieder hochzukommen?

“Der Unfall hat mich in erster Linie k├Ârperlich extrem beeintr├Ąchtigt. Mein rechtes Bein ist bis heute recht stark betroffen. Ich hatte einen Abriss des Fu├čhebernervs und habe hier keine volle Funktion mehr. Zudem fehlen mir im rechten Knie alle vier B├Ąnder, der Meniskus und ich habe einen stark gesch├Ądigten Knorpel, was mir eine Laufbelastung derzeit nicht wirklich m├Âglich macht. Ich gehe also mit St├Âcken bergauf und fahre mit der Bergbahn wieder hinunter oder mache eine Kombination aus Bike & Hike – steige wenige H├Âhenmeter wieder ab. Der Weg, ├╝berhaupt wieder dorthin zu kommen hat mich ein halbes Jahr station├Ąren Klinikaufenthalt und eine Reha und Physiobehandlung bedeutet, die bis heute andauert.

Psychisch und mental hat mich der Unfall in zweiter Instanz sehr gepr├Ągt. Ich bin sehr viel dankbarer f├╝r jeden Tag, jeden Moment – ich habe die Endlichkeit des Lebens gesp├╝rt, da wird man sehr dem├╝tig vor dem Geschenk des Lebens. Zudem bin ich kompromissloser und ehrlicher mir selbst gegen├╝ber geworden. Ich wei├č, dass niemand anderes die volle Verantwortung f├╝r mein Leben tr├Ągt als ich selbst. Damit liegt es auch an mir selbst, ob ich im Leben gl├╝cklich bin oder nicht. Ich kann mich jeden Tag mit meinen Gedanken und Handlungen aufs neue dazu entscheiden, genau das zu tun, um ein gl├╝ckliches Leben zu f├╝hren. Erst wenn ich wirklich gl├╝cklich und im Reinen mit mir bin, kann ich auch andere gl├╝cklich machen und Verantwortung f├╝r sie ├╝bernehmen – das habe ich lange nicht verstanden.”

Woher nimmst Du Deine unglaublich positive Energie?

“Also ich muss sagen, ich habe eine ganz tolle und starke Familie hinter mir, die mir tolle Werte mitgegeben hat. Hier liegt definitiv der Ursprung meiner positiven Energie. Ich wei├č, dass ich nicht alleine bin – auch in der Zeit nach dem Unfall waren meine Familie, mein damaliger Partner und viele Freunde f├╝r mich bedingungslos da. Das gibt unglaublich viel Kraft. Ich ziehe auch einfach sehr viel positive Kraft aus der t├Ąglichen Dankbarkeit f├╝rs Leben. Wenn es mal nicht so rund l├Ąuft sage ich mir: “Schlimmer geht immer!ÔÇŁ Und dieser Spruch trifft eigentlich auch wirklich immer zu. Ob wir Situationen positiv oder negativ einstufen, das liegt in unserem eigenen Ermessen. Ich hatte so unglaublich viel Gl├╝ck bei meinem Unfall. Ich denke, ich bin ein Gl├╝ckskind: Ich kann gar nicht anders, als Dinge positiv zu sehen. Ich bin am Leben und habe doch sehr viele der F├Ąden selbst in der Hand. Scheitern, Hindernisse und Krisen geh├Âren dazu – ich sehe sie als Lehrmeister, um an ihnen zu wachsen.”

Du bist nicht nur Skitouren-Profi, sondern auch eine Expertin in Sachen Trailrunning. Was muss man alles als Hobbyl├Ąufer beachten, um in den Sport einzusteigen?

“Hahaha, ich war – das muss ich gleich dazu sagen. Man muss Spa├č daran haben und auf das eigene Gef├╝hl h├Âren, sich nicht selbst ├╝berfordern. Dann kommt alles andere von ganz alleine. Unter Druck und Zwang verkrampft man sich meist nur. Es geht ja beim Trailrunning auch darum, die Berge zu genie├čen und w├Ąhrend des Laufens eins mit der Natur und der Bewegung zu werden, in den v├Âlligen Flow zu kommen, die Gedanken loszulassen. Das ist genial.”

Welche Ausr├╝stung sollte man sich zulegen und wie trainiert man f├╝r seinen ersten Lauf am besten?

“Ich empfehle leichtes Equipment – jedes Gramm mehr geht am Ende auf die Gelenke. Wichtig sind gute grippfeste Traillaufschuhe, leichte Trail-St├Âcke, ein Headband oder M├╝tze, ein leichter Rucksack f├╝r den Transport von den wichtigsten Utensilien: Trinken, ein/zwei Riegel, eine Sonnenbrille, Sonnencreme, evtl. ein Wechselshirt und immer eine leichte Windjacke oder ├Ąhnliches, falls am Berg doch einmal ein Wetter aufzieht. Das darf man nie untersch├Ątzen. Ich habe auch immer ein Handy f├╝r den Fall der F├Ąlle dabei – sollte tats├Ąchlich einmal Hilfe n├Âtig sein.”

Ich wei├č nicht, wie es Euch geht, aber ich habe schon jetzt wieder Sehnsucht nach den Bergen. Auch ich liebe dieses unglaublich tolle Gef├╝hl auf dem Gipfel, die Ruhe, Gelassenheit und Freiheit in der freien Natur.

An dieser Stelle ein ganz gro├čes Dankesch├Ân an Gela f├╝r dieses tolle Interview. F├╝r mich ist und bleibt sie eine wahre Inspiration, jemand zu dem ich aufschaue und der mich immer wieder daran erinnert, wie viele Sachen eigentlich total nebens├Ąchlich im Leben sind. – An meine m├Ąnnlichen Leser: Tut mir leid, Jungs. Gela ist gl├╝cklich vergeben und zwei bezaubernde Jungs in ihrem Leben. Aber ganz ehrlich: Wenn es jemand verdient hat, dann sie. Ich w├╝nsche ihr und ihrer kleinen, zauberhaften Familie alles Gl├╝ck auf dieser Welt, mit vielen magischen Bergmomenten.

xoxo

photo credits: Martin Erd Photographer

featured image: ┬ęMichael M├╝ller Photographer f├╝r Dynafit

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English Summary: Gela Allmann – German Athlete, Coach & Model

Gela Allmann (35) is a German athlete, coach and model who was a successful professional Skimountaineering & Alpine Running athlete at the Team Dynafit Germany. For me personally, she is a great inspiration, always motivating others with her positive energy.

Her contact with skis was at the age of four. Gela has always been fascinated by mountains and by endurance sports like running. But it took her more than 26 years to discover her passion for the competitive sports Mountainrunning and Skimountaineering. In fact, she first started skitouring at the age of 26 when some friends took her to a skitour in the Alpbachtal – she was totally hooked, right from the start.

In April 2014 she had a terrible accident, falling down a descent over 800 altitude meters of pure ice and snow during a fotoshooting in Iceland. Gela broke several bones in her whole body, cut the main artery of her right leg as well as the nerve, which is responsible to lift her right foot. She was literally between life and death and had to undergo many surgeries, fighting for her life.

She truly had some guardian angels and came back even stronger, inspiring with her positive attitutude towards life. For me, she is a true heroine.

Check out this English interview.